Kirchengabe 2020

Liebe Gemeindemitglieder,

in den vergangenen Wochen und Monaten sind wir deutlich auf unsere Grenzen hingewiesen worden. Ein winziges Virus hat uns alle in Atem gehalten und tut es noch. Vieles war ungewohnt. Manches vollkommen neu. Wir alle lernen nach und nach, wie wir damit leben können.

Zuerst danke ich allen herzlich! Ich habe in dieser schwierigen Situation viel Gutes zwischen all dem Widersprüchlichen, Seltsamen und Erschütterndem gesehen und erlebt. Menschen, die sich um den Nachbarn annehmen, indem man für einen anderen was mitbringt oder ihm hilft, weil er es nicht allein kann. Miteinander - nur unter vollkommen anderen Gegebenheiten. Sicher nicht so offen und frei, wie es sich mancher wünscht und sich auch ersehnt. Dennoch gab es verschiedene Versuche und Wege, sich gegenseitig beizustehen. Erlebnisstationen und Bastelmaterial für Kinder, Videoandachten, Briefe für Ältere und vieles mehr. Immer wieder gab es gute Ideen, wie man unter geänderten Bedingungen etwas miteinander schaffen kann. Vielen Dank!

Wir werden auch im kommenden Winter sehen müssen, wie wir mit den Gegebenheiten verantwortlich umgehen. Unser Leben erhält seinen Wert jedoch nicht von den Sorgen und Problemen, die wir zu bewältigen haben. Wir gestalten unser Leben unter der Zusage Gottes: Fürchte dich nicht! Ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein! Gott ist mit uns noch längst nicht am Ende. Darüber bin ich mir sicher. Ich hoffe, dass er uns gut und umsichtig durch die kommenden Wochen leitet.

Da das Leben nicht stillsteht, will ich mich trauen und etwas nach vorne schauen. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen in diesem Schreiben die Projekte vor, die wir in der nächsten Zeit angehen wollen:

1.      Die Begegnung von Menschen soll verstärkt in den Blick der Kirchengemeinde Gültlingen treten. Wie können sich die Menschen in Gültlingen treffen und dies Miteinander angehen? Wir haben verschiedene Möglichkeiten und Ideen, über die wir nachdenken. Die jüngeren Familien haben sich so z. B. zu einer Familienfreizeit zusammengefunden. Familien wollen zusammenkommen. Die Öffnung des Gemeindehauses als Begegnungs- und Treffpunkt ist daher angedacht. Familienfreundlich, generationsübergreifend und offen wollen wir die Arbeit in der Gemeinde gestalten. Diese Gemeinschaft wollen wir fördern und alle anregen sich auch selbst zu beteiligen.

2.      Unsere Kirche spielt in unserem Leben eine wichtige Rolle. Dies ist mir nicht erst durch das einzigartige Verbot der Gottesdienste im Frühjahr aufgefallen. Auch die vielen Familienfeste und Gottesdienste übers Jahr verteilt zeigen mir das. Nur leider sind um die Kirche herum viele Arbeiten fällig. Unsere Michaelskirche ist an manchen Stellen in die Jahre gekommen. Die Wege drum herum sind uneben, der Turm braucht Zuwendung. Das sind die zwei größten Brocken. Die Schätzungen durch die Fachleute sehen einen Betrag von 200.000 € an Baukosten vor. Diese haben wir noch lange nicht auf der hohen Kante.

Diese Projekte wollen wir gerne voranbringen. Dazu erbitten wir Ihre Spenden und Ihre Unterstützung in diesem Jahr. Wir freuen uns sehr über jede Gabe, die sie uns zur Verfügung stellen. Geben Sie gerne an, wo Sie Ihr Geld verwendet haben wollen: Stichwort für Projekt 1 „Familie“, Stichwort für Projekt 2 „Kirche“.

Sie sind selbstverständlich auch eingeladen selbst ein Teil zu werden oder zu sein. Wenn Sie sich einbringen möchten, sind Sie jeder Zeit willkommen. Haben Sie keine Scheu. Wir freuen uns auf Sie.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Bobzin

 

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